
Ein Tor zur Unterwelt
Eine dramatische Nacherzählung der Türkenbelagerung Hainburgs
KURZGESCHICHTE


Ohne meinen Bogen loszulassen, drücke ich meiner Schwester die Ohren zu. Ein Donnern erschüttert meine Seele. Wenn ich noch den kleinsten Ansatz Mut in mir gehabt hätte, dann hätte mir dieses unaufhörliche Kanonenfeuer den jetzt geraubt.
Ein Gesteinshagel folgt.
So ein Sturm vergeht nicht.
Normalerweise ziehen dunkle Wolken weiter. Der Regen gibt nach und die Sonne scheint wieder. Nach ein paar Tagen bekommen Wind und Wetter Langeweile und suchen sich ein anderes Dorf aus zu tyrannisieren. Aber unser Sturm vergeht nicht. Unser Sturm sind die Osmanen und denen wird nicht langweilig.
Sobald das Schillern in meinen Ohren nachlässt, wird schon die nächste Salve abgefeuert. Hainburg zittert.
„Kleiner!“, hör ich eine raue Männerstimme rufen: „Geh sofort an deine Position! Die Osmanen bestürmen das Wienertor!“
Hastig setze ich meinen Helm auf und versuche mich von meiner Schwester zu lösen. Sie hat Tränen in ihren verschreckten Augen und weigert sich, ihren Halt an meinem Arm zu lockern. „Verlass mich nicht. Nicht du auch!“, flüstert sie mir ins Ohr.
„Kleiner!“
Ich reiß mich von ihr los und bewege mich Richtung Wienertor. Häuser und Wohnungen stürzen links und rechts von mir ein. Frauengruppen ziehen durch die Gassen und versuchen Überlebende aus den Trümmern zu retten. Nirgends findet man Sicherheit – nicht innerhalb der Stadtmauer; nicht einmal im eigenen Haus.
Wie ein Schatten fühle ich mich – ein Schatten, der durch Feuer und Rauch schwimmt. Und unbeirrt möchte er dem Tode ins Gesicht schauen, weil er schon lange vergessen hat, was Leben ist.
Ich steige die Treppe zum Wehrgang hoch und schiebe die Leiche des vorigen Bogenschützen zur Seite. Anschauen werde ich ihn nicht. Höchstwahrscheinlich werde ich auch bald sein Schicksal erleiden. Ich wähle meinen ersten Pfeil aus dem Köcher und blicke durch die Schießscharte.
Ich erstarre. Es ist als fehle meinem Geist die Kraft zu verstehen, was meine Augen wahrnehmen. Und immer wieder berichten die Augen dasselbe. Der Geist weigert sich aber zu sehen.
Ich drehe der Wand meinen Rücken zu und übergebe mich. Meine Welt zerfällt. Irgendwo dort draußen ist … war unser Bauernhöfchen – bescheiden und klein. Mein Ochse Richard und die Hasen meiner Schwester; irgendwo dort draußen waren sie.
Aber jetzt?
Ich drehe mich noch einmal um. Verwüstet! Alles verbrannt und zertrampelt, und auf unseren Ruinen steht jetzt das Lager des Sultans so weit das Auge reicht. Kein grün, kein Feld, nur Krieg.
Meine Welt zerfällt.
Angst und Hoffnungslosigkeit … ich dachte ich spürte sie in dem Moment. Dabei stand noch eine Wehrmauer zwischen mir und dem Feind.
Ein Schrei erklingt.
Noch nie habe ich eine derartige Furcht in einer Menschenstimme gehört.
Gerade habe ich von diesem hölzernen Wehrgang aus zwei Pfeile in die feindliche Masse herabgeschossen, aber dieser Schrei hält nun die Belagerung für eine kurze Sekunde inne. Stille fegt den Kriegslärm aus der Stadt hinaus.
Wieder die Stimme: „Sie sind in Hainburg!“
In Hainburg? Wer?
„Die Osmanen! Sie haben sich in die Stadt hineingeschlichen!“
Wie kann das sein? Unsere Tore sind ungebrochen! Unsere Mauern sind zertrümmert, stehen aber dennoch! Wie haben die sich hineingeschlichen?
Meine Gedanken gehen sofort an meine Schwester. Hainburg ist jetzt zum Tode verurteilt! Nichts steht ihrem Untergang mehr im Wege. Wir müssen flüchten; wohin weiß ich nicht, aber wir müssen flüchten und jede Sekunde zählt.
Kanonenfeuer läutet das Kampfgeschehen mit neuer Gewalt wieder ein. Panik bricht aus. Die Soldaten am Wehrgang verlassen ihre Positionen und laufen Richtung Stiege. Ich folge dem Strom.
Ich glaube, jeder Mensch hat seine Grenzen – nur so viel Furchtlosigkeit, nur so viel Loyalität, nur so viel Ehrenhaftigkeit kann man aufbringen. Aber irgendwann steht man leer da und kann nichts mehr geben. Dann übernimmt die Angst. Mit ihr kann man fast alles erreichen. Sie verspricht einem das Überleben, wenn man ihr allein Herz und Seele widmet. Und wenn sie dann Herr dieser wird, bewegt sie den Menschen zu den übelsten Gräueltaten.
Ich strample im Fluss meiner Landsleute die Stiegen der Wehrmauer hinunter. Die Stöße und Schläge, die ich in dieser Stampede abbekomme, verursachen mir keine Schmerzen. Alle Geräusche, die auf mein Ohr treffen, sind dumpf. Einzig die Stimme des Teufels hör ich klar: „Gib dich der Angst,“ flüstert er, „die Angst wird dich retten.“ Ich stehe auf Messers Schneide, an der Grenze wo Furchtlosigkeit und Loyalität ihr Ende findet.
Aus den südlichen Gässchen, direkt gegenüber von mir, stürmen jetzt die eingedrungenen Osmanen hinab. Ihre Säbel sind im Blut der Hainburger getränkt. Wie viele Leben haben sie schon genommen? Wie viele wehrlose Frauen und Kinder liegen leblos, verstreut in diesen Gassen?
Unsere mutigen Torwächter werden kurzerhand von den Angreifern überwältigt. Ich laufe Richtung Hauptplatz. Hinter mir höre ich die Flügel unseres Stadttores aufschwingen, begleitet von einem tiefen rhythmischen Schlachtruf.
Die Belagerung ist vorbei. Hainburg ist gefallen und wird bald wenig mehr als eine Erinnerung sein. Wir, meine Schwester und ich, dürfen keinesfalls Teil dieser Erinnerung werden.
„Rosalinde!“, rufe ich. Meine Stimme ist hoch. Hinter mir überschwemmt die osmanische Welle unsere Stadt.
„Rosa!!!“, Staub und Tränen beeinträchtigen meine Sicht.
Einige tapfere Seelen stellen sich der Invasion, um den Flüchtenden Zeit zu schenken. Ein teures Geschenk ist es. Ewig werden wir diesen Männern schuldig sein.
Die Schlacht ist nun nicht mehr eine von Kanonen und Bogenschützen. Schwerter werden gezückt, Schilder geschmettert – letzte Atemzüge finden jetzt im Angesicht des Feindes statt.
„Hier bin ich,“ hör ich endlich eine Mädchenstimme. Neben der Kirche, in einem Eck verkrochen entdecke ich meine Schwester. „Rosa! Komm, zum Fischertor!“
Ich packe sie am Arm und Hand in Hand laufen wir zum nördlichsten Tor der Stadt. Hinter diesen Mauern liegt die Donau und jenseits der Ufer wartet Freiheit auf uns. Wir eilen von der Kirche quer über den Hauptplatz und schlüpfen zusammen mit anderen Bürgern in das enge „Fleischergäßl“, die Gasse, die Richtung Fluss führt.
Wir werden entkommen! Unsere Mauern können zum Fall gebracht werden, unsere Häuser können in Flammen hochgehen, aber wir, WIR werden leben und mit uns wird Hainburg nie sterben!
Das „Fleischergäßl“ führt bergab. Hunderte von uns folgen ihrem Weg. Ich hebe Rosa hoch und halte sie fest. Sie weint und lacht gleichzeitig. Trotz der Panik liegt Erleichterung in der Luft.
Und so laufen wir voller Hoffnung und Arm in Arm, weiter und weiter in die Gasse, …
… tiefer und tiefer, hinein in unser …
… Grab.


Hainburg zittert. Noch steht das Wienertor.
(Quelle: https://www.gedaechtnisdeslandes.at)
Flucht zum Fischertor


Flucht vor den Osmanen. Freiheit lag jenseits dieses Tores.
Ich erblicke Gerhard ein paar Schritte rechts von mir. Schweiß rollt seinen Nacken hinunter. Als Kind habe ich immer zwischen seinen Weinreben gespielt. „Weg da!“, hat er immer in der Erntezeit geschrien: „Das ist ein Spätburgunder … das Feinste vom Feinsten.“ Jetzt torkelt er hier neben mir, genauso durstend nach Freiheit wie ich.
Vor mir humpelt Gottfried, unser Schmied. „Nie werden wir aufgeben! Bis zum letzten Mann wird hier gekämpft!“, hat er geprahlt als die erste Nachricht der sich nähernden osmanischen Armee in Hainburg angekommen war. Der hat wohl seine Meinung geändert. Ein rauer Kerl ist er. Zwei Sprünge mit Rechts macht er immer, dann einen Schritt mit dem linken Holzbein.
Hinter mir höre ich die liebe alte Clementia beim Jammern – der Weg ist zu weit, die Gasse zu holprig, das Tempo zu schnell. Ich weiß gar nicht wie alt sie ist. Manchmal redet sie von der ersten Türkenbelagerung, als habe sie höchstpersönlich Süleyman I. in die Flucht geschlagen. Das wird wohl eher ein selbstgesponnenes Märchen sein. Aber bei ihr weiß man nie.
Clementias Sohn Hartwig versucht sie zu ermuntern. Viel kann er nicht machen. „Hartwig von der Burg“ – so will er immer angesprochen werden. Weil er denkt, dass er adeliger Abstammung ist. Keiner spielt mit. Viel mehr Narr als Adeliger ist er.
Am Hals spüre ich Rosas Atem. Ein und aus. Ein und aus. Ich halte sie fest. Nie wieder lass ich sie los.
Alle, Gerhard, Gottfried, Clementia, Hartwig, Rosa, ich und Hunderte andere Hainburger stürmen das Fleischergäßl hinab – zum Fischertor, zur Donau, in die Freiheit.
Dann ändert sich etwas.
… klein ist diese Änderung, fast unbedeutend.
Unbedeutend, aber auch unverkennbar.
Es ist die dezente Änderung des Luftdrucks, die meine Aufmerksamkeit erregt.
Ich weiß, was dies bedeutet. Ich habe dasselbe gespürt, als Hainburg erstmals durch die Osmanen von der restlichen Welt abgeschnitten wurde.
Ich habe es gespürt, als Kanonenfeuer wie tollwütige Wölfe auf die Stadt losgelassen wurde.
Und jetzt spür ich es wieder, weil ein Gewitter ansteht … hinter uns im Fleischergäßl ziehen dunkle Wolken auf; dunkle Wolken, die keine Langeweile kennen. Ihre Liebe zur Gewalt, zur Unterdrückung und zum Blut ihrer Feinde ist so tiefgehend, dass unsere Mauern, wie eine Bergkette, diesen Sturm in die Stadt kanalisieren.
Und so ein Sturm vergeht nicht.
Ein Spielplatz sind wir, ein Spielplatz für Eroberer.
Ich werfe einen Blick über meine Schulter. Ein Meer an verschreckten Gesichtern sehe ich. Wie der Strom eines turbulenten Flusses schieben sie mich voran.
Dann entdecke ich ihn, den ersten Osmanen. Um die Ecke kommt er gelaufen. Die Klinge seines Kilij-Säbels blitzt im Sonnenlicht auf. Auf seinem Helm wehen seltsame Federn im Wind. Sein Körper ist von einer Art Kürass eng umschlungen. Seine Augen starren mir bis in die Seele.
Schon bald sehe ich hinter ihm weitere Eroberer. Fünf … Fünfzehn … Dreißig … mehr, immer mehr. Eine unzählbar große Horde dieser Diener des Todes stürzt hinter uns her.
Unsere Strömung verstärkt sich. Schließlich neigen Sturmböen dazu, Wasser in Unruhe zu versetzen. Schneller und schneller laufen wir. Hinter mir hält Clementia tapfer mit, doch dann verstummt ihr Jammern. Sie ist in den Wellen untergangen; von der Stampede verschluckt.
Wir schießen um die letzte Kurve und ich sehe das Tor! Zwei unserer Wachen stehen dort.
Rufe werden laut: „Tor öffnen! Sofort!!!“
Die Wachen verstehen.
Sie entriegeln diese letzte Barriere und ziehen die beiden schweren Flügel langsam auf.
Ein dünner Strahl Tageslicht fällt durch die Pforte. Zehn Zentimeter, zwanzig, ein halber Meter. Immer größer wird die Lücke, die zur Freiheit führt!
Noch nie hat der Anblick des schlammigen Weges in den Wald so viel Freude in mir ausgelöst.
Hinter mir höre ich die ersten Todesschreie. Vor mir schlüpfen die ersten Vorläufer durch das halboffene Tor. Leben und Tod, so nah aneinander stehen sie.
Dann passiert das Unbedenkliche.
Unsere Menschenwelle erreicht mir der Wucht der fließenden Donau den Durchgang. Wir krachen gegen das Holztor. Zwei, drei Personen vorne in der Mitte schaffen es hindurch, dann drückt unser Gewicht die nach innen öffnenden Flügel zu.
Das Tageslicht erlischt.
Wir sind gefangen.
Ungläubigkeit fegt durch die Menge.
„Öffnet das Tor wieder!!!“ kreischen die Hinteren.
Doch immer stärker drücken sie gegen uns. Weg von den Osmanen wollen sie. Ich und Rosa werden gegen das Holz gepresst. Es fühlt sich an, als würde mein Brustkorb flachgedrückt werden.
Wie lange wir hier um jeden Atemzug kämpfen, kann ich kaum sagen.
Die Eroberer erreichen die stehende Masse und mähen mit ihren Schwertern die wehrlosen Bürger um.
Ich spüre an den Füßen etwas Außergewöhnliches. Wasser? Warmes Wasser?
Ich blicke hinab. Nein, es ist kein Wasser.
Osmanische Säbel verwandeln unseren Weg zur Freiheit in ein Tor zur Unterwelt.
Und das, was ich an meinen Füßen spüre, ist Blut. Es fließt die Gasse hinab. Die dicht verschlossene Pforte ist ihr Damm.
Mein Blick trifft auf jenen Gerhards des Weinbauers. Er kann sich ebenfalls nicht bewegen. Seine Augen verraten die Panik, die in ihm vorgeht.
Etliche Schritte hinter mir ist Hartwig. Anscheinend hatte er versucht, seiner Mutter nach dem Fall aufzuhelfen. Gegen so einen Strom kann man aber nicht schwimmen. Er wurde erbarmungslos weitergeschwemmt. In ihm sehe ich keine Panik. Tränen rollen seine Wangen hinunter. Er wartet nur. Innerlich ist er schon besiegt.
Plötzlich reißt Hartwig den Mund auf und sinkt zu Boden. Hinter ihm steht der gefederte Mann im Kürass.
Die Schreie sind jetzt kaum zum Aushalten.
Ich schaue hinab auf Rosa in meinen Armen. Ich ziehe meinen Dolch.
Ist das eine Sünde?
Ist es getrieben von Angst oder von Liebe?
Gibt es überhaupt noch Liebe in so einer Welt?
Immer näher drängen die Osmanen.
Gottfried fällt mit seinem Holzbein in der Hand wie eine Keule. Der gefederte Soldat hat jetzt eine Platzwunde auf der Stirn.
Das Blut auf der Straße reicht mir schon bis über die Knöchel.
Gerhard kippt zur Seite – zwei Pfeile in seiner Brust.
Ich blicke zurück zu Rosa. Sie zittert am ganzen Körper.
Ja, es ist gut.
Ich flüstere ihr meine Liebe ins Ohr und versinke den Dolch in ihren Rücken. Ohne Schrei geht ihr Körper schlapp.
Die Trauer, die ich verspüre, überschattet jede Angst.
Nun steh ich hier, Sekunden vor meinem Tod.
Hainburg gibt es nicht mehr.
Das Fleischergäßl gibt es nicht mehr, nur noch eine Blutgasse.
Und bald werde ich auch nur noch eine Erinnerung sein.
Nein, nicht einmal das.
Eine Vergessung, das werde ich sein; ein Leben, das zum Opfer der großen Windböen wurde, die um die Erde ziehen. Ein Leben, das in einer Welt, in der Macht und Gier hoch auf einem Podest gestellt und angebetet werden, wenig Wert gefunden hat.
Ja, eine Vergessung werde ich sein – überschwemmt vom Blut meiner Landsleute – gefangen, hier am Tor zur Unterwelt.
***
Die Blutgasse bekommt ihren Namen
1683: Die Osmanen kommen nach Österreich.
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Coren McGirr
Autorenprofil:


Schreibt seit 2022.
Liebt das Philosophieren.
Glaubt, dass jede Frage gestellt werden muss.
Wird von Gedanken, Gesprächen und Erlebnissen inspiriert.
Projektprofil:
Der Carnuntiner


Mark Aurel hatte mit diesen Worten wohl Recht.
"Der Carnuntiner" fasst diesen Gedanken auf und ringt mit den wichtigen Fragen des Lebens.


"Die Kunst des Lebens gleicht eher dem Ringen als dem Tanzen."
„Das Überleben wartete jenseits der Donau auf die verzweifelten Bürger und das Fischertor lockte mit den leeren Versprechungen einer erfolgreichen Flucht – aber an diesem Tag, dem 12. Juli 1683, sollte es keine Flucht geben, nur Blut. Osmanische Säbel verwandelten den Weg zur Freiheit in ein Tor zur Unterwelt.“
„Selten fühlen sich Geschichten an wie das echte Leben. Legenden, Mythen, Sagen – ein Schleier beschützt uns beim Zuhören. Wir halten Distanz. Welten können untergehen, aber sie sind nicht unsere Welt. Länder können zerstört werden, aber sie sind nicht unser Land. Dörfer können dem Erdboden gleich gemacht werden, aber sie sind nicht unser Dorf. Und wegen diesem Schleier erkennen wir nicht, dass diese Geschichten eigentlich über uns sind.“
„Angst ist die Eroberin des Guten. Sie bringt die Mauern der Furchtlosigkeit zum Fallen. Raubend, zerstörend zieht sie durch das Herz, bis Edelmut und Selbstlosigkeit in die Flucht geschlagen werden. Zurück bleibt Blut ohne ein Gehäuse, Handlung ohne Gewissen, ein Mensch ohne Rückgrat. Zurück bleibt eine Leere. Angst füllt diese Leere. Sie vergiftet das Blut, ersetzt das Gewissen, und schenkt dem Menschen eine Stütze. Und dann, … dann verlangt sie Gehorsamkeit.“








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