Falsche Bilder

Was wird uns tatsächlich im Spiegel gezeigt?

DER INNERE MENSCH

Coren McGirr

4/1/20263 min lesen

Jaja, ich weiß schon, du denkst dir jetzt: „Wenn ich so aussehen würde wie du, dann hätte ich auch etwas gegen Spiegel.

Nein, da liegst du falsch. Ich finde mich durchaus gutaussehend.

Doch Spaß beiseite, hierin liegt das Problem: Ich sehe mich, oder ich glaube, mich zu sehen. Aber der Spiegel lügt. Er zeigt das falsche Bild – das Unwichtige.

Das wissen wir aber nicht. Und weil wir unser Abbild sehen, glauben wir, dass es wohl wichtig sein muss.

Und so stehen wir vor dem Spiegel – morgens, abends und untertags. Wir pflegen unsere Haut, tragen Make-up auf, schmieren Creme ein, kritisieren, beobachten, bewundern.

Doch der Spiegel zeigt keineswegs alles.

Das Wichtige bleibt verborgen: die Seele, das Herz.

Und wer nimmt sich morgens schon Zeit, das eigene Herz zu beobachten?

Wie sieht es denn heute mit meiner inneren Haltung aus?

Worauf möchte ich mich heute besonders konzentrieren?

… Geduld, Dankbarkeit, Bescheidenheit?

Wer achtet abends schon auf den Zustand der Seele?

Behüte ich meine Seele?

Stärke ich sie gut?

Der Spiegel lügt. Das Wertvollste wird nicht gezeigt.

Schönheitswettbewerbe werden die beiden wohl nicht gewinnen. Nicht so schlimm. Wie siehts im Herzen aus?

Ich wünsche mir, es gäbe keine Spiegel – zumindest nicht solche wie ich sie kenne.

Ich wünsche mir, dass es nur jene Spiegel gäbe, die das Wichtige zeigen;

Dass ich morgens mein Spiegelbild betrachten könnte und dabei wahrlich mich sehen könnte.

Stattdessen sehe ich aber nur mein Gesicht.

***

Was zeigt uns unser Spiegelbild denn eigentlich?

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Coren McGirr

Autorenprofil:

  • Schreibt seit 2022.

  • Liebt das Philosophieren.

  • Glaubt, dass jede Frage gestellt werden muss.

  • Wird von Gedanken, Gesprächen und Erlebnissen inspiriert.

Projektprofil:

Der Carnuntiner

Mark Aurel hatte mit diesen Worten wohl Recht.

"Der Carnuntiner" fasst diesen Gedanken auf und ringt mit den wichtigen Fragen des Lebens.

"Die Kunst des Lebens gleicht eher dem Ringen als dem Tanzen."

Manchmal wünsche ich mir, es gäbe keine Spiegel – zumindest nicht solche, wie ich sie kenne.

Was denkst du?

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