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Unmittelbare Gefahr

Mit nur drei Worten zum Abenteurer

DER INNERE MENSCH

Coren McGirr

9/13/20263 min lesen

Ein Abenteuer führt in das große Unbekannte. Es verspricht Nervenkitzel und Erlebnis. Es ist eine Entdeckungsreise.

Aber gleichzeitig birgt dieses Ungewisse eine Unsicherheit. Unbekannte Gefahren lauern in den Schatten. Wohin führt dieses Abenteuer? Was wird passieren?

Da ist es oft einfacher, auf dem Sofa sitzenzubleiben als in die Weite aufzubrechen. Lieber gar nicht erst nachfragen, was hinter dem nächsten Hügel verborgen sein könnte. Es könnte unangenehm oder sogar gefährlich sein. Lieber einfach hierbleiben.

Weite Reisen, fremde Kontinente und tiefe Dschungel sind aber nicht die einzigen Abenteuer, die es gibt. Und kalte Nächte, wilde Tiere und schlechtes Wetter sind nicht die einzigen Gefahren.

Es gibt Abenteuer, die mit drei Worten beginnen. Diese Worte lauten: „Ich frage mich …“

Ich frage mich?“ Das sollen die großen Abenteuerworte sein?

Ja.

Schließlich beginnen mit diesen drei Worten die meisten Abenteuer:

Ich frage mich, ob ich diesen Berg erklimmen kann.

Ich frage mich, wie es wohl in Afrika aussieht.

Aber von solchen Abenteuern rede ich nicht einmal. Ich meine diese hier:

Ich frage mich, ob ich mutiger sein könnte.

Ich frage mich, ob mein Glaube wahr ist.

Ich frage mich, ob ich von der Angst zurückgehalten werde.

Ich frage mich, ob ich in manchen meiner Meinungen falsch liege.

Und schon beginnt das Abenteuer. Weil man neugierig ist. Weil man nachfragt. Weil man Fragen hat und Antworten haben möchte.

Ohne Ungewissheit gibt es kein Abenteuer. (Carl Friedrich Lessing, Wikipedia)

Der Denker ist auch ein Abenteurer. (Quelle: Wikipedia)

Natürlich darf man auch hier, wie bei der Afrika-Expedition, keineswegs eine einfache Reise erwarten. Auch bei diesen Abenteuern tritt man ins Ungewisse. Unbequemlichkeiten sind die einzige Garantie, und unmittelbare Gefahren gibt es auch genügend.

Aber genau darin liegen die Verlockungen eines guten Abenteuers.

Stattdessen auf dem Sofa zu verweilen, bequem, unverändert, ohne Herausforderungen, ohne Wachstum – das ist wohl kaum eine ernstzunehmende Alternative.

***

Ohne Herausforderung gibt es kein Abenteuer (Carl Friedrich Lessing, 1835)

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Coren McGirr

Autorenprofil:

  • Schreibt seit 2022.

  • Liebt das Philosophieren.

  • Glaubt, dass jede Frage gestellt werden muss.

  • Wird von Gedanken, Gesprächen und Erlebnissen inspiriert.

Projektprofil:

Der Carnuntiner

Mark Aurel hatte mit diesen Worten wohl Recht.

"Der Carnuntiner" fasst diesen Gedanken auf und ringt mit den wichtigen Fragen des Lebens.

"Die Kunst des Lebens gleicht eher dem Ringen als dem Tanzen."

Dieselben Eigenschaften, die ein Abenteuer verlockend machen, machen es zugleich abschreckend.

Was denkst du?

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