Was wir wollen
Von Mode, Werten und Einflüssen
DER INNERE MENSCH
Babys scheinen genau zu wissen, was sie wollen. Sie weinen, wenn sie Hunger haben. Sie weinen, wenn sie müde sind. Sie weinen, wenn etwas schmerzt. Keiner muss einem Baby sagen, dass es essen wollen sollte.
Babys scheinen, ohne äußere Einflüsse, schlicht und einfach das zu wollen, was sie wollen.
Im Kindergartenalter wird es dann aber etwas komplizierter:
Der kleine Tobi will den Spielzeuglastwagen nicht. Sobald jedoch ein anderes Kind mit dem Lastwagen zu spielen beginnt, begehrt der kleine Tobi plötzlich den LKW über alles andere.
Warum diese Meinungsänderung?
Hat das zweite Kind durch sein LKW-spielen dessen Wert in den Augen des kleinen Tobis gesteigert?
Wollte der kleine Tobi den LKW vorerst einfach nicht, bis er bemerkte, dass ein anderes Kind dem LKW einen Wert zuschreibt?
„Ah, das ist doch etwas, was wir wollen“, denkt sich der kleine Tobi vielleicht.
Wie sieht das dann im Jugendalter aus?
Wird Jugendlichen nicht ständig vermittelt, welches Gewand sie tragen wollen?
…einmal Skinny-Jeans, einmal Baggy-Jeans, dann Jeans mit Löchern.
Die Frage ist: Wollen sie diesen Stil wirklich tragen, oder glauben sie, es zu wollen, weil ihnen „gesagt“ wird, was sie wollen sollen?


Lastwagen – erst wertvoll, wenn andere es auch haben wollen?


Ausgesucht oder aufgedrängt: der Lebensstil und die Werte, die man will.
Im Erwachsenenalter gibt es dieselbe Frage, sie ist aber nun etwas größer:
Welche materiellen Dinge, welche Werte, welcher Lebensstil, welches Verhalten entsprechen wahrlich dem, was wir wollen, und welche wurden uns „aufgedrängt“?
Doch: Ist es überhaupt problematisch, wenn wir uns sagen lassen, was wir wollen?
Oder ist es vielleicht problematischer, wenn wir nur das wollen, was wir wollen? Unbeirrt von dem, was von anderen als wertvoll präsentiert wird?
Hier noch die große Frage zum Grübeln: „Warum will ich, was ich will?“
***
Welches wählen wir aus und warum?
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Coren McGirr
Autorenprofil:


Schreibt seit 2022.
Liebt das Philosophieren.
Glaubt, dass jede Frage gestellt werden muss.
Wird von Gedanken, Gesprächen und Erlebnissen inspiriert.
Projektprofil:
Der Carnuntiner


Mark Aurel hatte mit diesen Worten wohl Recht.
"Der Carnuntiner" fasst diesen Gedanken auf und ringt mit den wichtigen Fragen des Lebens.

"Die Kunst des Lebens gleicht eher dem Ringen als dem Tanzen."
Die folgende Frage beschäftigt mich in letzter Zeit:
Wissen wir, was wir wollen, oder muss uns gesagt werden, was wir wollen?








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